Knapp das erste drittel der Saison ist bereits vorrüber. Zeit zum Verschnaufen für Spieler -zumindest für die, die nicht unterwegs sind mit der jeweiligen Nationalmannschaft. Als Fan surft man recht gelangweilt durch alle möglichen Handball-Foren und liest eigentlich nur negative Schlagzeilen. Seien es die argen Finanzprobleme in Essen oder die Angst vor immensen Steuernachzahlungen in Magdeburg. Zum Glück ist unser Verein zunächst einmal wieder außenvor bei diesen Schreckensmeldungen. Der Zusammenhalt in Nodhorn ist halt doch stärker als anderswo in Deutschland. Dies betrifft sowohl das Umfeld, die Mannschaft als auch die Fanszene.
Es finden sich jedoch auch recht amüsante Geschehnisse in den Foren – gerade im Norden Deutschlands! So zerfleischen sich Fanorganisationen in Flensburg gegenseitig, nachdem einige den Support der Heimmannschaft boykottieren, da doch tatsächlich auf der heiligen Stehtribüne Sponsoren werben und bei Demontage dieser Werbebanner die Vereinsführung einschreitet – ist aber auch ein Unding des Managers! Naja, jeder so, wie er es meint. Zumindest darf man gespannt sein, ob die „Hölle Nord“ nicht bald eine EishockyHalle wird – zumindest von der Temperatur her.
Anders in Kiel, da ist man wohl eher genervt von echten Fans und Stimmung, oder wie soll man diese Rundmail an die Vereine sonst verstehen???
An die Clubs der ersten Handball-Bundesliga!
Als Folge massiver Beschwerden unserer Kunden nach dem letzten Heimspiel möchten wir euch bitten, eure Fanclubs darauf hinzuweisen, dass ab sofort für Spiele des THW Kiel in der Sparkassen-Arena-Kiel folgende Regelung gilt: Die Gästefans dürfen Ihr Team gern durch den Einsatz von maximal sechs Trommeln unterstützen. Trommler benötigen zum Einlass eine Stehplatzkarte und werden auf Weisung der Ordner im Stehplatzbereich 4. Rang Block B6 platziert. Im Bereich der Sitzplätze im Gästeblock ist kein Platz für Trommler. Die weitere Unterstützung der Gastmannschaft mit Lärminstrumenten wird bis zu einem gewissen Maß geduldet. Wir behalten uns jedoch vor, bei massiven Beschwerden die entsprechenden Instrumente bis zum Ende des Spiels durch das Ordnerpersonal einziehen zu lassen.
Wir hoffen auf euer Verständnis und verbleiben
mfg THW Kiel
Da kann man einfach nur froh sein Fan einer Mannschaft zu sein, deren Name zwar immer länger wird, deren Verantwortlichen sich aber nicht mit so einem Unfug beschäftigen (müssen).
So fiebern wir nun 15 Tagen entgegen, die vollgepackter mit Handball nicht sein könnten. Eingerahmt von den Heimspielen gegen Rudolphs Rasselbande aus Hamburg und den Wurstfachverkäufern aus Lemgo, die Potenzial zu Highlights haben.
Ich freu mich schon auf die Gesichter der Macher des HandballSportVerein Handball, wenn sie in Nordhorn wiedermal feststellen müssen, dass es Handballhallen gibt, in denen Leute ohne Aufforderung eines Hallensprechers, Videowürfels, Maskottchens, Clowns (oder was das sein soll) eigenständig die Mannschaft nach vorn peitschen und die selbsternannten „Zebrajäger“ ins Tabellenmittelfeld befördern.
(su)